Das Nachlassgericht bestellt die Nachlassverwaltung auf Antrag. Dies geschieht durch die Erben oder Nachlassgläubiger. Der Verwalter hat die Aufgabe, das Vermögen des Erblassers zu sichern und die Gläubiger zu befriedigen. Hierbei arbeitet er im wesentlichen nach folgenden Aufgabenkreisen:

  • Sicherung und Verwaltung der Vermögenswerte
  • Befriedigung der Gläubiger
  • Herausgabe der freien Vermögensmasse an die Erben

Nachlassverwalter - Nachlassverwaltung

Die Nachlassverwaltung: Der Nachlassverwalter wird dann angeordnet, wenn Unklarheit besteht, ob das Vermögen zur Schuldendeckung ausreicht.

Die Haftung der Erben für die Nachlassverbindlichkeiten beschränkt sich auf den Nachlass, wenn eine Nachlasspflegschaft zum Zwecke der Befriedigung der Nachlassgläubiger (Nachlassverwaltung) angeordnet oder das Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet ist.

Was charakterisiert die Nachlassverwaltung und die Nachlasspflegschaft?

Die Nachlasspflegschaft dient der Sicherung und Verwaltung des Nachlasses. Die Nachlassverwaltung soll die Erbenhaftung beschränken. Erbenhaftung ist die Haftung des Erben für Nachlassverbindlichkeiten.

Nachlassverwalter - Nachlassverbindlichkeiten

Kann der Nachlasspfleger/-verwalter einen Antrag auf Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahren stellen?

Auf Grund § 317 der Insolvenzordnung ist der Nachlasspfleger/-verwalter als gesetzlicher Vertreter der Erben berechtigt, ein Nachlassinsolvenzverfahren zu beantragen.

Hat der Nachlasspfleger/-Verwalter Anspruch auf eine Vergütung?

Grundsätzlich hat der Nachlasspfleger sein Amt unentgeltlich zu führen. Allerdings kann ihm das Nachlassgericht eine angemessene Vergütung bewilligen, sofern das Nachlassvermögen sowie Umfang und Bedeutung der Geschäfte des Nachlasspflegers eine Entschädigung rechtfertigen. Wenn die Nachlasspflegschaft berufsmäßig geführt wird, hat der Nachlasspfleger gemäß § 1836 Abs. 1 u. 2 BGB einen Anspruch auf Vergütung seiner Leistungen.



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